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Open Source & Technologien

Open WebUI mit Firmenwissen: So richten Sie eine Wissensdatenbank ein

AutorMuhamed Alahmed
Veröffentlicht am
Lesezeit3 Min.

Bild: KI-generiert

Kurz erklärt

In Open WebUI legen Sie eine Wissensdatenbank an, indem Sie Dokumente in eine Wissenssammlung hochladen und diese einem Modell oder Chat zuordnen. Open WebUI sucht dann zu jeder Frage passende Textstellen und lässt das Sprachmodell darauf antworten. Entscheidend für gute Antworten sind saubere Dokumente, eine passende Aufteilung und klare Zugriffsrechte.

Eine Wissensdatenbank in Open WebUI richten Sie ein, indem Sie Dokumente in eine Wissenssammlung hochladen und diese einem Modell oder einzelnen Chats zuordnen. Open WebUI sucht dann zu jeder Frage passende Textstellen und lässt das Sprachmodell darauf antworten. Wie gut das funktioniert, hängt weniger von der Software ab als von sauberen Dokumenten, sinnvoller Aufteilung und klaren Rechten.

Viele Teams nutzen Open WebUI zuerst als ChatGPT-Ersatz. Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn der Chat auch Fragen zu Handbüchern, Richtlinien oder Produktdaten beantworten kann. Grundlagen zu Open WebUI selbst stehen im Beitrag Open WebUI als ChatGPT-Alternative.

So funktioniert Wissen in Open WebUI

Open WebUI arbeitet nach dem Prinzip Retrieval-Augmented Generation (RAG): Dokumente werden in Abschnitte zerlegt und in einer Vektordatenbank gespeichert. Bei einer Frage werden die passendsten Abschnitte gesucht und dem Modell als Grundlage mitgegeben. Open WebUI unterstützt dabei laut Dokumentation eine hybride Suche aus Stichwort- und Bedeutungssuche mit anschließender Neubewertung der Treffer.

Eine ausführlichere Erklärung des Prinzips bietet der Beitrag RAG einfach erklärt.

In fünf Schritten zur Wissenssammlung

  1. Zweck festlegen: Eine Sammlung pro Thema – etwa „Personalhandbuch“, „Produktdatenblätter“, „Qualitätsmanagement“. Nicht alles in einen Topf.
  2. Dokumente auswählen: nur aktuelle, freigegebene Fassungen. Veraltete Versionen führen zu falschen Antworten.
  3. Dokumente vorbereiten: lesbare PDFs oder Word-Dateien, sinnvolle Überschriften, keine eingescannten Bilder ohne Texterkennung.
  4. Hochladen und zuordnen: Sammlung anlegen, Dateien hinzufügen, Sammlung einem Modell oder Assistenten zuweisen.
  5. Testen: zehn typische Fragen stellen, Antworten mit den Quellen vergleichen, nachbessern.

Rechte: Wer darf welches Wissen nutzen?

Open WebUI kennt Gruppen und Berechtigungen pro Ressource. Eine Wissenssammlung „Gehaltsrichtlinien“ sollte nur für die Personalabteilung sichtbar sein. Legen Sie Gruppen an und vergeben Sie Zugriffe auf Sammlungen und Modelle über Gruppen. Mehr dazu im Beitrag Open WebUI im Team.

Typische Fehler

  • Zu große Sammlungen: Hunderte gemischte Dokumente verwässern die Suche.
  • Gescannte PDFs ohne Text: Was nicht als Text vorliegt, kann nicht gefunden werden.
  • Keine Pflege: Wird ein Handbuch aktualisiert, muss auch die Sammlung aktualisiert werden.
  • Zu schwaches Modell: Kleine Modelle fassen gefundene Stellen manchmal ungenau zusammen.

Wann ein eigenes RAG-System besser ist

Die eingebaute Wissensfunktion reicht für überschaubare, manuell gepflegte Sammlungen. Sollen Tausende Dokumente aus einem Archiv wie Paperless-ngx oder Nextcloud automatisch aktuell gehalten werden, mit Berechtigungen aus dem Quellsystem, ist eine eigene Anbindung mit einer Vektordatenbank wie Qdrant robuster. Genau das ist unsere KI-Dokumentensuche.

Wir richten Open WebUI mit Wissenssammlungen ein, wählen das passende Modell und schulen Ihr Team.

Die Beratung und begleitete Einführung ist förderfähig: Über INQA-Coaching übernimmt der Bund 80 % der Beratungskosten von bis zu 1.200 € pro Tag für bis zu 12 Tage, also bis zu 11.520 € Zuschuss. In Mecklenburg-Vorpommern und den anderen neuen Bundesländern kommt bis zum 31.12.2026 auch die BAFA-Beratungsförderung mit 80 % in Frage (in den alten Bundesländern 50 %). Gefördert wird die Beratung, nicht die Software. Welches Programm passt, zeigt der Förder-Check.

Häufig gestellte Fragen

Kann Open WebUI Fragen zu eigenen Dokumenten beantworten?

Ja. Dokumente werden in Wissenssammlungen hochgeladen; Open WebUI sucht passende Abschnitte und das Modell antwortet auf deren Basis.

Welche Dateiformate unterstützt Open WebUI?

Gängige Formate wie PDF, Word und Textdateien. Für die Textauslese lassen sich verschiedene Extraktionsdienste einbinden. Eingescannte Dokumente brauchen vorher eine Texterkennung.

Kann ich festlegen, wer welches Wissen sieht?

Ja, über Gruppen und Berechtigungen pro Wissenssammlung und Modell.

Wie aktuell ist das Wissen in Open WebUI?

So aktuell wie die hochgeladenen Dateien. Ändern sich Dokumente häufig, lohnt eine automatische Anbindung an das Ablagesystem.

Sie möchten Ihr Firmenwissen nutzbar machen? Sprechen Sie uns über die Kontaktseite an.

Portrait von Muhamed Alahmed, Gründer von bettersorted
Über den Autor

Muhamed Alahmed

Mit über 10 Jahren IT-Erfahrung entwickle ich Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern echten Mehrwert schaffen und Freiräume eröffnen.

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