
KI-Berater finden: Woran Sie eine gute KI-Beratung erkennen
Eine gute KI-Beratung versteht zuerst Ihre Abläufe und empfiehlt dann Werkzeuge – nicht umgekehrt. Achten Sie auf nachprüfbare Referenzen, ein klar beschriebenes Ergebnis, Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern, Kenntnisse in Datenschutz und AI Act sowie auf die Förderfähigkeit des Beraters.
Einen guten KI-Berater erkennen Sie daran, dass er zuerst Ihre Abläufe verstehen will und erst danach über Werkzeuge spricht. Achten Sie auf nachprüfbare Referenzen, ein klar beschriebenes Ergebnis, Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern und Kenntnisse in Datenschutz und EU AI Act. Und prüfen Sie früh, ob der Berater förderfähig ist – sonst verschenken Sie bis zu 80 % Zuschuss.
9 Kriterien für die Auswahl
- Versteht Ihr Geschäft: Fragt nach Abläufen, Engpässen und Zielen, bevor Tools ins Spiel kommen.
- Unabhängig von einzelnen Werkzeugen: Kann begründen, warum eine Lösung passt – und auch, wann KI nicht die richtige Antwort ist.
- Nachprüfbare Referenzen: Echte Projekte mit Namen oder zumindest klar beschriebener Ausgangslage, nicht nur Logos.
- Konkretes Ergebnis: Vorher ist klar, was am Ende vorliegt – Bericht, priorisierte Anwendungsfälle, Fahrplan.
- Datenschutz und AI Act: Kennt die Anforderungen an Datenverarbeitung, Auftragsverarbeitung und die Pflichten aus dem EU AI Act.
- Bezieht Ihr Team ein: Workshops und Schulungen gehören dazu, denn KI wirkt nur, wenn Mitarbeitende sie nutzen.
- Kann umsetzen, muss aber nicht: Ein Berater mit Umsetzungserfahrung schätzt Aufwand realistisch ein; die Entscheidung, wer umsetzt, bleibt bei Ihnen.
- Förderfähig: Beim BAFA registriert oder autorisierter INQA-Coach – nur dann ist die Beratung zuschussfähig.
- Transparente Kosten: Umfang in Stunden oder Tagen, klare Leistungsbeschreibung, Folgekosten benannt.
Warnsignale
- Garantierte Einsparungen in Prozent, bevor jemand Ihre Abläufe gesehen hat
- Jede Frage wird mit demselben Produkt beantwortet
- Keine Referenzen oder nur anonyme Erfolgsgeschichten ohne Ausgangslage
- Kundendaten sollen ohne Prüfung in beliebige Cloud-Dienste
- „KI für alles“ – ohne Priorisierung nach Nutzen und Aufwand
Fragen für das Erstgespräch
- Wie gehen Sie vor, und was liegt am Ende der Beratung vor?
- Welche vergleichbaren Projekte haben Sie begleitet – und was ist daraus geworden?
- Wie berücksichtigen Sie Datenschutz und den EU AI Act?
- Welche Werkzeuge setzen Sie ein, und wovon hängt die Auswahl ab?
- Sind Sie beim BAFA registriert oder INQA-Coach? Wer kümmert sich um den Förderantrag?
- Wie beziehen Sie unsere Mitarbeitenden ein?
Förderung: Darauf kommt es beim Berater an
Für die BAFA-Beratungsförderung muss der Berater beim BAFA registriert sein; was das bedeutet, erklärt der Beitrag BAFA-Berater. Für das INQA-Coaching braucht es einen autorisierten INQA-Coach – wie Sie einen finden, steht im Beitrag INQA-Coach finden.
Die Beratung selbst ist förderfähig. Die BAFA-Beratungsförderung übernimmt 80 % der Beratungskosten in den neuen Bundesländern sowie den Regionen Lüneburg und Trier (höchstens 2.800 €) und 50 % im übrigen Bundesgebiet (höchstens 1.750 €); sie wurde im Oktober 2026 bis Ende 2028 verlängert. Für eine längere, begleitete Einführung mit Ihrem Team gibt es das INQA-Coaching mit 80 % von bis zu 1.200 € pro Tag für bis zu zwölf Tage. Gefördert wird die Beratung, nicht Software oder Umsetzung. Welches Programm passt, zeigt der Förder-Check.
Beratung, Agentur oder IT-Dienstleister?
Nicht jedes Vorhaben braucht eine Beratung. Wer schon genau weiß, welche Lösung er will, ist bei einem Umsetzungspartner besser aufgehoben. Wann welcher Partner passt, zeigt der Beitrag KI-Beratung, KI-Agentur oder IT-Dienstleister.
Aus der Praxis
Das DRK Mecklenburg-Vorpommern stand vor der Aufgabe, KI für mehrere Verbände nutzbar zu machen – es fehlten eine einheitliche Strategie, Know-how auf Führungsebene und konkrete Anwendungsfälle. In der Beratung entstanden ein Masterplan für die schrittweise, DSGVO-konforme Einführung, praxisnahe KI-Workshops für die Geschäftsführer der Kreisverbände und eine Analyse von Anwendungsfällen für die Gewinnung von Ehrenamtlichen. Heute können die Geschäftsführungen KI-Projekte selbst bewerten und steuern.
Wie wir beraten, steht auf der Seite KI-Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich eine seriöse KI-Beratung?
An einem klar beschriebenen Ergebnis, nachprüfbaren Referenzen, Unabhängigkeit von einzelnen Werkzeugen und Kenntnissen in Datenschutz und EU AI Act. Eine seriöse Beratung sagt auch, wann KI nicht die richtige Lösung ist.
Muss ein KI-Berater zertifiziert sein?
Eine gesetzlich geschützte Bezeichnung „KI-Berater“ gibt es nicht. Wichtig für die Förderung ist, dass der Berater beim BAFA registriert oder autorisierter INQA-Coach ist.
Kann ich die KI-Beratung fördern lassen?
Ja. Die BAFA-Beratungsförderung übernimmt bis zu 80 % der Beratungskosten (höchstens 2.800 €), das INQA-Coaching 80 % von bis zu 1.200 € pro Tag für bis zu zwölf Tage.
Sollte der Berater auch umsetzen können?
Es hilft, weil er Aufwand und Machbarkeit realistischer einschätzt. Wer umsetzt, sollten Sie aber frei entscheiden können.
Stand: Oktober 2026. Förderbedingungen können sich ändern; maßgeblich sind die jeweils gültigen Richtlinien.

Muhamed Alahmed
Mit über 10 Jahren IT-Erfahrung entwickle ich Lösungen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern echten Mehrwert schaffen und Freiräume eröffnen.
Mehr über bettersorted →Weitere Beiträge

Was kostet eine KI-Beratung? Kostentreiber, Formate und Förderung
Was eine KI-Beratung für KMU kostet, wovon der Preis abhängt und wie BAFA und INQA bis zu 80 % übernehmen – mit Rechenbeispiel und Checkliste.

KI-Beratung, KI-Agentur oder IT-Dienstleister: Wer passt zu Ihrem Vorhaben?
KI-Beratung, KI-Agentur oder IT-Dienstleister: Was die drei unterscheidet, wann welcher Partner passt und wie Sie Förderung für die Beratung nutzen.

BAFA-Berater: Was ein beim BAFA registrierter Berater ist und wie Sie den richtigen finden
BAFA-Berater: Was gefördert wird, warum nur registrierte Berater zählen und wie Sie den passenden finden – mit 50 bis 80 % Zuschuss.
Bleiben Sie auf dem Laufenden zu KI-Themen
Kurze Updates zu KI-Automatisierung, Förderungen und neuen Beiträgen — kein Spam, jederzeit abbestellbar.